30. Mai 2016 · Storytelling ·

Crocodile Bambi

Der Glamour der 70er Jahre lebt in der neuen Kunstsammlung des Hotels Atlantis by Giardino wieder auf. Ein Spaziergang durch die Sammlung in der aktuellen Ausgabe des Giardino Magazins.

Von Barbara Seiler

Zürichs Geschichte ist reich an Kunst und Kultur. Die Dada-Bewegung wurde hier geboren. Im Cabaret Voltaire machten Hugo Ball, Tristan Tzara und Hans Arp 1916 ihre ersten Performances. Und während beider Weltkriege trafen sich Exilkünstler im heute noch existierenden Café Odeon am Bellevue. Inzwischen zählt die Stadt mit ihren über 50 Museen und unzähligen Galerien zu den führenden Kunstmetropolen Europas. Sammler, Künstler und Kuratoren treffen sich hier alljährlich zum Zurich Contemporary Art Weekend. In diesem Sommer findet hier zudem die europäische Kunstbiennale Manifesta statt; gleichzeitig feiert man 100 Jahre Dada. Die Stadt ist 2016 ein Magnet für Kunstinteressierte aus aller Welt. Viele werden das Atlantis by Giardino als Basis für ihren Aufenthalt wählen – denn neben der einzigartigen Lage bietet das Hotel eine bedeutende Sammlung zeitgenössischer Kunst.

Shirana Shahbazi

Aufgebaut wurde diese Sammlung im vergangenen Jahr. Sie fokussiert sich auf in der Schweiz lebende Künstler und verbindet so das Atlantis by Giardino mit Zürichs vielseitiger Kunstszene. Symbolisch dafür steht das großformatige Gemälde «Pixie Wings» von John M. Armleder vor dem Ballroom des Hotels. Der Künstler vereint Gegenstände wie ein Babykrokodil, farbige Pompons und Girlanden aus silbernem Lametta zu einem glamourösen Farbenrausch. Ruhiger ist Armleders Gemälde im Gourmet-Restaurant Ecco. Das eigens für diesen Raum geschaffene Triptychon «Geranium Sanguineum» nimmt die Erdtöne und das Grün des angrenzenden Waldes auf und mischt sie mit hellen Glitzersteinen – sie spielen auf das Lichtermeer der dem Hotel zu Füßen liegenden Stadt an. Im Restaurant Hide & Seek sehen Gäste zwei großformatige Arbeiten der iranischen Künstlerin Shirana Shahbazi – Farbexplosionen, inspiriert von klassischen Motiven der Altmeister-Malerei.

Marcel van Eedens Zeichnungen sind im Erdgeschoss zu sehen. Der Künstler nimmt den Betrachter seiner Werke mit auf einen Spaziergang durch die Stadt. Er führt ihn entlang der Seepromenade zum Bellevue, macht dort einen Abstecher in die berühmte Kronenhalle und steht schließlich mit ihm vor einem Gemälde von Francis Picabia im Kunsthaus Zürich.

John-Armleder

Sofia Loren, Muhammad Ali und die schwedische Popgruppe ABBA sind auf dem Weg zum Ballroom zu sehen: Patrick LoGiudice hat die ehemaligen Gäste des Hotels mit einer speziellen Wachstechnik verewigt. Auch die unzähligen Schwarz-Weiß-Fotografien zeugen von der bewegten Vergangenheit des Hotels. Sie wurden im Archiv und in Gästebüchern gefunden und auf große Formate aufgezogen. Nun zieren sie die Etagenflure. Da sieht man Sammy Davis jr. einer Limousine entsteigen, Muhammad Ali vor dem Hotel sitzen und den wunderbaren Freddy Mercury. Er gab in der Bar des Atlantis einst ein Privatkonzert. So lebt der Glamour der 70er Jahre in der neuen Kunstsammlung des Hotels wieder auf.

Barbara Seiler ist Galeristin in Zürich. Sie hat die Kunstsammlung des Hotels zusammen mit
der Projektmanagerin Silvana Zabel aufgebaut.

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